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Soundflower funktioniert auf dem Mac nicht? Hier sind die 3 besten Alternativen 2026

Wenn du versuchst, Soundflower auf einem modernen Mac zu installieren, wird es nicht funktionieren. Es läuft seit macOS Catalina nicht mehr zuverlässig, und auf Apple-Silicon-Macs gar nicht. Die App bekam seit etwa 2014 keine Updates mehr, und Apples Sicherheitsanforderungen haben ihren zugrundeliegenden Treiberansatz obsolet gemacht.

Die gute Nachricht: Es gibt heute bessere Optionen, und sie sind nicht schwer einzurichten. Dieser Guide deckt ab, warum Soundflower kaputt ging, wie du prüfst, ob es noch auf deinem System schlummert, und die drei Alternativen, die 2026 unter macOS 26 Tahoe einen Blick wert sind.

Warum Soundflower aufgehört hat zu funktionieren

Soundflower war ein kostenloses virtuelles Audiokabel für macOS, ursprünglich von Cycling ‘74 entwickelt und später quelloffen gemacht. Jahrelang war es das Standardtool zum Routen von Audio zwischen Apps auf dem Mac.

Die Probleme häuften sich, nachdem Cycling ‘74 die aktive Entwicklung um 2014 aufgab. Als macOS Catalina 2019 erschien, war Soundflower für die meisten Nutzer praktisch tot. Das hat es umgebracht:

Unsignierte Kernel-Erweiterung. Soundflower installierte seinen virtuellen Audiotreiber über eine Kernel-Erweiterung (kext). Ab Catalina blockiert Apple unsignierte Kernel-Erweiterungen standardmäßig im Rahmen von System Integrity Protection (SIP). Soundflowers kext wurde nie für Apples Notarisierungsanforderungen aktualisiert, also lehnt macOS es ab.

Keine Apple-Silicon-Unterstützung. Soundflower wurde nie für M1-, M2-, M3- oder M4-Chips neu gebaut. Auf Apple-Silicon-Macs läuft es gar nicht.

Keine Wartung. Es gibt keine offiziellen Bugfixes, keine Sicherheits-Patches und keine Kompatibilitäts-Updates für neue macOS-Versionen. Jede neue macOS-Version macht es unwahrscheinlicher, dass Soundflower läuft.

Bist du auf einem älteren Intel-Mac unter High Sierra oder Mojave, kriegst du Soundflower vielleicht mit etwas Mühe zum Laufen. Auf jedem Mac mit Catalina oder neuer, auch unter macOS 26 Tahoe, ist es Zeit weiterzuziehen.

So findest du heraus, ob Soundflower noch installiert ist

Manche Macs haben eine kaputte Soundflower-Installation, die Audio-Probleme verursacht, obwohl die App nicht aktiv genutzt wird. Wenn dein Mac-Audio sich seltsam verhält, lohnt sich ein Check.

Terminal öffnen und ausführen:

ls /Library/Audio/Plug-Ins/HAL/

Wenn Soundflower.driver in der Ausgabe steht, ist Soundflower noch installiert. Um zu prüfen, ob es tatsächlich lädt, ausführen:

system_profiler SPAudioDataType

Schau in der Ausgabe nach Erwähnungen von Soundflower. Erscheint es als Audiogerät, hat die kext geladen (auf modernem macOS ungewöhnlich). Häufiger siehst du keinen Soundflower-Eintrag, was bedeutet, der Treiber liegt auf der Platte, aber macOS ignoriert ihn.

Zum Entfernen suchst du einen offiziellen Uninstaller in /Library/Application Support/Soundflower/. Gibt’s keinen, lösche den Treiber manuell:

sudo rm -rf /Library/Audio/Plug-Ins/HAL/Soundflower.driver

Mac neu starten. Wenn dein Audio sich seltsam verhielt, klärt das es oft.

Die 3 besten Soundflower-Alternativen

1. BlackHole (Kostenlos)

BlackHole ist der direkte spirituelle Nachfolger von Soundflower: Open Source, kostenlos und mit Apples aktuellen Audio-Treiber-APIs gebaut. Es installiert einen sauber notarisierten virtuellen Audiotreiber, sodass SIP ihn nicht blockiert. Läuft auf Intel- und Apple-Silicon-Macs.

BlackHole erstellt virtuelle Audiokanäle, an die Apps Audio senden und von denen sie empfangen können. Kommt in 2- und 16-Kanal-Varianten. Für die meisten Anwendungsfälle reicht die 2-Kanal-Version.

Der Haken: BlackHole gibt dir rohe Audio-Verrohrung ohne eingebaute Routing-Logik. Um Systemaudio in eine Aufnahme- oder Calling-App zu bekommen, musst du im macOS-Audio-MIDI-Setup ein Multi-Output-Gerät einrichten. So sieht das aus:

  1. Audio-MIDI-Setup öffnen (per Spotlight suchen).
  2. „+“ unten links anklicken und „Multi-Output-Gerät erstellen“ wählen.
  3. Sowohl deine normalen Lautsprecher (oder Kopfhörer) als auch „BlackHole 2ch“ anhaken.
  4. Sample-Rate auf beiden Geräten gleich setzen (meist 48 000 Hz).
  5. Rechtsklick aufs Multi-Output-Gerät und als Systemausgang setzen.
  6. In deiner Aufnahme- oder Streaming-App BlackHole 2ch als Audio-Eingangsquelle wählen.

Funktioniert, dauert beim ersten Mal aber 20–40 Minuten. Es gibt außerdem einen bekannten Nebeneffekt: Sobald du den Systemausgang aufs Multi-Output-Gerät stellst, funktionieren deine Lautstärketasten nicht mehr, weil macOS Lautstärkeregler nur für physische Hardware-Ausgänge zeigt. Du kannst die Lautstärke stattdessen über die Systemeinstellungen anpassen, ist aber lästig.

Für Nutzer, denen macOS-Audio-Interna vertraut sind, ist BlackHole exzellent. Schau in unseren vollständigen BlackHole-Guide für mehr Details.

Preis: Kostenlos Setup-Zeit: 20–40 Minuten

2. Soundshine (7,99 $ einmalig)

Soundshine ist eine leichtgewichtige macOS-Menüleisten-App (rund 5 MB), die das Audio-Routing automatisch übernimmt. Sie installiert einen virtuellen Audiotreiber über einen geführten Setup-Assistenten und erstellt einen „Soundshine Microphone“-Eingang, der das Systemaudio deines Macs trägt. Jede App, die einen Mikrofoneingang akzeptiert – Zoom, Google Meet, Discord, FaceTime, QuickTime, OBS, Audacity – kann ihn als Audioquelle nutzen.

Anders als BlackHole verlangt Soundshine keine Multi-Output-Geräte und kein Audio-MIDI-Setup. Der Assistent übernimmt die Treiberinstallation, danach ist der Workflow: Schalter in der Menüleiste umlegen, „Soundshine Microphone“ in deiner App wählen, fertig. Audio läuft per Passthrough an deine Lautsprecher weiter. Deine Lautstärketasten funktionieren normal.

Audioqualität: 48 kHz, 32-Bit-Float-Stereo. Kostenlose Testversion mit Audio-Wasserzeichen, sodass du prüfen kannst, ob es für dein Setup funktioniert, bevor du kaufst.

Für die Aufnahme von Systemaudio in eine Datei passt Soundshine direkt zu Bildschirmaufnahme-Tools auf dem Mac sowie zu dedizierten Apps wie QuickTime und Audacity.

Preis: 7,99 $ einmalig (kostenlose Testversion verfügbar) Setup-Zeit: 30 Sekunden

3. Loopback (99 $ einmalig)

Loopback von Rogue Amoeba ist die professionelle Option. Du baust einen visuellen Routing-Graphen, der bestimmte Apps mit bestimmten virtuellen Audioausgängen verbindet, mit unabhängiger Kontrolle pro Quelle. Du kannst Spotify auf ein virtuelles Gerät, deinen Browser auf ein anderes und dein Mikrofon auf ein drittes routen – alles gleichzeitig.

Wenn du ein professionelles Streaming- oder Podcast-Produktions-Setup mit mehreren Audioquellen fährst, die unabhängig an verschiedene Ziele müssen, ist Loopback den Preis wert. Für einfaches Audio-Teilen oder -Aufnehmen ist es deutlich mehr, als du brauchst.

Schau dir unseren Vergleich von Loopback-Alternativen für eine detaillierte Aufschlüsselung an.

Preis: 99 $ einmalig Setup-Zeit: Mittel (node-basierte Routing-Oberfläche)

Welcher Soundflower-Ersatz passt zu dir?

Anwendungsfall Beste Wahl
Audio in Zoom, Meet oder Discord teilen Soundshine
Systemaudio in QuickTime aufnehmen Soundshine
Audio fürs Streaming an OBS routen Soundshine oder BlackHole
Komplexes Multi-App-Routing BlackHole oder Loopback
Professionelle Broadcast- oder Podcast-Produktion Loopback
Budget liegt bei 0 $ BlackHole

So wechselst du von Soundflower zu Soundshine

Wenn du dich mit Soundflower abgemüht hast und etwas willst, das einfach funktioniert:

  1. Soundflower mit den Schritten im obigen Abschnitt entfernen. Mac neu starten.
  2. Soundshine von soundshine.app herunterladen und DMG öffnen.
  3. Soundshine in den Programme-Ordner ziehen und starten.
  4. Setup-Assistenten folgen, um den virtuellen Audiotreiber zu installieren. Dauert rund 30 Sekunden, verlangt dein Admin-Passwort.
  5. Menüleisten-Symbol anklicken und Routing-Schalter einschalten.
  6. In deiner App (Zoom, QuickTime, OBS, Discord) „Soundshine Microphone“ als Audio-Eingang wählen.

Kein Audio-MIDI-Setup, keine Multi-Output-Konfiguration, keine Workarounds für Lautstärketasten.

Verwandte Anleitungen:

Jedes Audio – überall

Soundshine macht aus deinem Systemaudio ein virtuelles Mikrofon, sodass jede App es einfach übernimmt. Keine Kommandozeile, keine Kernel-Erweiterungen.

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